Datenschutz-Lexikon


Archivieren

Bestimmt bist du schon einmal in eine großen Bücherei gegangen und hast in den vielen Regalen nach deinem Lieblingsbuch gesucht? Ähnlich wie eine Bücherei mit vielen Büchern kannst du dir ein Archiv auf deinem Rechner vorstellen.  Das Wort "Archiv" kommt von dem lateinischen Wort "archivum" und heißt ins Deutsche übersetzt so viel wie "Aktenschrank". Ähnlich wie ein Aktenschrank mit unterschiedlichen Fächern ist das auch auf einem Computer. Dort gibt es Ordner und Unterordner, die ein Archiv aus Daten und Dateien bilden können.

Cloud

"Cloud" ist das englische Wort für "Wolke". Aber Wolken schweben doch eigentlich ganz oben in der Luft und sind für uns Menschen nicht zu greifen? Das stimmt. Und so ähnlich musst du dir die Wolkenspeicher im Internet vorstellen. Häufig sind das Ordner, die wie Aktenordner in einem Regal über eine Webseite erreichbar sind. Meist muss man sich für das Angebot anmelden und kann dann Dateien wie Fotos oder Musik ablegen und speichern und von jedem x-beliebigen Ort abrufen. Das ist bei einer CD natürlich etwas anderes. Hier brauchst du …. genau richtig, ein CD-Laufwerk, damit du – wenn du die CD nicht beschriftet hast – überhaupt sehen kannst, was du abgespeichert hast. 

Die erste Cloud gab es übrigens schon im Jahr 1999 in den USA. In dem sozialen Netzwerk Facebook (gesprochen: Fäisbuck) konnten Nutzer seit dem Jahr 2004 Fotos und Videos hochladen.

Wie du dir sicher vorstellen kannst, birgt so eine Cloud natürlich auch Gefahren. Nicht umsonst gibt es die hinterlistigen Zwillinge. Wenn du zum Beispiel Fotos von deinem letzten Geburtstag im Schwimmbad in einer Cloud abspeicherst, kann es passieren, dass Fieslinge wie Klodwig und Lodwig diese abfangen oder dein Passwort knacken. Außerdem kann man sich nicht immer sicher sein, dass die dort abgelegten Daten wirklich nicht an andere weitergegeben werden.

Cookie

Das Wort "Cookie" kommt aus dem Englischen und bedeutet so viel wie "Keks" oder "Plätzchen". Aber eigentlich schmeckt ein Cookie nicht nach Schokolade oder Mürbeteig. Denn Cookies sind kleine Textdateien, die dem Anbieter einer Webseite zeigen können, was ein Besucher auf seiner Seite tut. Stell dir vor, du gehst auf eine Spieleseite und spielst dort ein Spiel. Weil du die Cookies akzeptiert hast, das heißt mit ihnen einverstanden bist, weiß die Webseite jetzt, dass du dort gespielt hast. Nun kommst du jeden Tag auf die Seite und spielst das gleiche Spiel. Der Anbieter der Seite weiß jetzt, dass du das Spiel sehr gerne magst. Er könnte dir zum Beispiel Werbung für ein Spiel anzeigen, das ähnlich ist wie das Spiel, was du gerade spielst. Das macht dich und dein Verhalten im Internet sehr durchschaubar, denn der Anbieter der Spieleseite weiß jetzt, welche Art Spiel du magst. 

Daten

Daten sind, vereinfacht gesagt, Angaben, Zahlen oder Werte, die durch Messung gewonnen werden können. Der Datenschutz schützt Daten, die personenbezogen sind. Das kann zum Beispiel dein Geburtsdatum, dein Vorname, dein Nachname oder deine Adresse sein. Aber auch Videos, Bilder oder Textdateien können personenbezogen sein, das bedeutet, für andere erkennbar sein. Du siehst, der Begriff "Daten" ist schwer zu beschreiben, weil es viele Datenformen gibt.

 

Datenschutz

In dem Begriff stecken zwei Wörter "Daten" und "Schutz". Jeder von uns hat Daten, die nur ihm zugeordnet werden können und die auf ihn passen. Dein Vorname, dein Nachname, dein Geburtsdatum, deine Adresse, deine Telefonnummer und ja sogar auch deine Schuhgröße, das alles sind deine persönlichen Daten. Es gibt bestimmte Situationen im Alltag, da musst du persönliche Daten wie diese weitergeben. Diese müssen in der Regel vertraulich behandelt werden und dürfen nicht ohne dein Einverständnis an  Fremde weitergegeben werden. Damit du aber nicht alleine darauf achten muss, gibt es in Deutschland Gesetze zum Datenschutz. Das sind Regeln, die sagen, wer was mit deinen Daten tun darf. Wir achten darauf, dass diese Regeln auch eingehalten werden.

 

Datenschützer

In Deutschland  gibt es Gesetze und Menschen, die darauf achten, dass Datenschutz eingehalten wird. In allen Bundesländern gibt es Landesbeauftragte für Datenschutz und Informationsfreiheit. In Berlin ist Maja Smoltzyk die Berliner Beauftragte für Datenschutz und Informationsfreiheit. Die Aufgabe von ihr und ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ist es, darauf zu achten, dass du und deine Daten geschützt sind. Wir helfen dir dabei, wenn jemand diesen Schutz missachtet.

Download

Der Begriff "Download" kommt aus dem Englischen und heißt ins Deutsche übersetzt so viel wie "Herunterladen".  Dies sind in der Regel Dateien oder Programme, die auf den eigenen Computer oder das Smartphone heruntergeladen und gespeichert werden können. Oft findet ein Download über ein Netzwerk, beispielsweise über das Internet, statt. Das Gegenteil zum Download ist der Upload, also das Hochladen von Dateien. 

Privatmodus

Im "Privatmodus" kannst du im "Internet surfen", also Daten abrufen, ohne dass in deinem Browser – ein Programm, mit dem man Webseiten anzeigen kann – etwas über deine Webseitenbesuche auf deinem Computer gespeichert wird.

Den privaten Surfmodus kannst du in den meisten Browsern über folgende Tastenkombination aktivieren:
Strg + Shift + P  (Windows)
Apfel + Shift + N (MAC)

USB-Schnittstelle

Die Abkürzung "USB" kommt aus dem Englischen und bedeutet so viel wie "Universal Serial Bus". Mit dem Wort "Bus" ist das meiste eigentlich schon erklärt: Stell dir vor, du packst viele verschiedene Daten wie Fotos, Musik oder Videos in einen Bus und transportierst sie dann auf ein anderes Gerät, um sie lesen zu können. Die Abkürzung "USB" steht dabei für den Anschluss und die Form der Datenübertagung. In der Regel kannst du den USB-Stick in die dafür vorgesehene Öffnung in deinem Computer stecken und die Daten sehen. Diese Öffnung nennt man Schnittstelle. Das Wort "Stick" kommt übrigens auch aus dem Englischen und bedeutet so viel wie "Stäbchen", weil der USB-Stick in seiner Form einem Stäbchen ähnelt. Aber Achtung, auch auf USB-Sticks lauern Viren.

Viren

Bestimmt hast du auch schon mal eine starke Erkältung gehabt und dein Körper war wie ausgeschaltet. Ähnlich musst du dir das bei einem Computer vorstellen. In der Regel sind Viren kleine Programme, die bestimmte Anwendungen auf deinem Computer verändern, zerstören oder löschen können. Es gibt viele unterschiedliche Virenformen. Manchmal merkst du gar nicht, wenn sich diese auf deinem Computer eingenistet haben.