Datenschutz-Lexikon

In unserem Datenschutz-Lexikon kannst du auf einen Blick die wichtigsten Begriffe aus der Datenschutzwelt lernen. Klicke einfach auf die Karten, um eine Beschreibung zu sehen. Wenn du diesen Pfeil siehst, heißt das, dass wir zu dem Wort hinter dem Pfeil einen weiteren Eintrag im Lexikon haben. Hinter manchen Begriffen verstecken sich Erklärvideos! Diese Begriffe markieren wir mit diesem Zeichen:

Viel Spaß beim Forschen!

Datenschutz-Lexikon

A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z
A

Account

Als Account bezeichnet man deinen Zugang zu einem Dienst, zum Beispiel beim Internet-ABC. In diesem Account kann man oft einen Avatar hochladen, mit anderen chatten, Beiträge kommentieren und so weiter. Viele Dienste verdienen aber Geld mit deinen Daten und wollen, dass du viel mehr als ein Bild und einen Username verrätst. Vor solchen Angeboten sollte man sich in Acht nehmen!

Anordnung

Etwas anordnen heißt: Eine Behörde oder zum Beispiel ein*e Richter*in befehlen, dass man etwas tut. Zum Beispiel kann die Berliner Beauftragte für Datenschutz und Informationsfreiheit anordnen, dass eine Firma bestimmte Sicherheitsmaßnahmen ergreift, damit deine Daten gut geschützt sind. Wenn die Firma dieser Anordnung nicht folgt, kann ein Bußgeld oder Zwangsgeld oder andere Sanktionen auf sie zukommen.

Auskunftei

Eine Auskunftei ist eine Firma, die so viele Daten wie möglich über so viele Menschen wie möglich sammelt. Andere Firmen wollen diese Daten haben. Zum Beispiel kann es sein, dass eine Bank möglichst genau wissen will, ob deine Eltern zuverlässig sind, weil sie sich von der Bank Geld leihen wollen. Dann fragen sie bei der Auskunftei nach, was sie über deine Eltern weiß. Dafür bezahlt die Bank dann Geld und die Auskunftei verdient an den Daten deiner Eltern.

Avatar

Als Avatar bezeichnet man ein Profilbild, auf dem man selbst nicht zu sehen ist. Das kann eine Comicfigur sein, ein Foto von einem Plüschtier oder etwas ganz anderes. Denn im Internet sollte man niemals echte Fotos von sich verwenden, damit niemand etwas über dich herausfinden kann, was ihn nichts angeht. Du darfst übrigens alle Bilder auf www.data-kids.de für deine Avatare verwenden, außer es sind echte Menschen darauf zu sehen.
B

Backup

Das nennt man auch "Sicherungskopie", denn Backup heißt übersetzt Ersatz: Egal, wie gut du auf deinen Computer und deine Daten aufpasst, es kann immer etwas passieren. Ein Stromausfall, während der PC gerade arbeitet, und schon können Daten für immer verloren sein. Damit das kein riesiges Problem wird, sollte man regelmäßig alle wichtigen Daten und zum Beispiel Erinnerungen auf einem USB-Stick oder einer externen Festplatte speichern.

Beschlag­nahme

Wenn man etwas beschlagnahmt, dann heißt das, dass der Staat, zum Beispiel durch die Polizei, etwas wegnimmt, obwohl der*die Besitzer*in das nicht will. Das kann zum Beispiel sein, wenn jemand etwas besitzt, das verboten ist, wie Drogen. Es kann aber auch sein, dass erlaubte Sachen beschlagnahmt werden, die die Polizei braucht, um Ermittlungen zu führen.

Big Data

Das ist Englisch und heißt übersetzt etwa "große Datenmengen". Die Rede ist von tausenden, ja sogar millionen von winzig kleinen Datenschnipseln: Was wer wann gesucht, geliked, geteilt, bestellt hat, wo du wann warst und so weiter. Je mehr von diesen Informationen zusammenkommen, desto genauer kann man vorhersagen, wie du dich verhalten wirst. Weil aber jeder Mensch einzigartig ist, kann sich so eine mathematische Vorhersage auch mal täuschen. Große Firmen sind interessiert an diesen Daten, um möglichst viel über dich zu erfahren.

Biometrie

Das bedeutet übersetzt „Vermessung des Lebens“. Komischer Begriff! Aber genau das passiert bei der Biometrie: Man erfasst mit Kameras oder anderen Geräten Merkmale deines Körpers: Die Form deines Gesichts, deine Hautfarbe, Fingerabdrücke und vieles mehr. Wer diese Daten kennt, kann dann deine Merkmale mit denen anderer vergleichen und damit deine Identität feststellen. Weil da einiges schiefgehen kann und du diese Daten nicht wie etwa ein Passwort einfach ändern kannst, gehören biometrische Daten zu den sensitiven Daten. Sie sind daher besonders geschützt.

Brief­geheimnis

Weil jeder mal etwas sagen will, das nicht alle wissen sollen, gibt es Gesetze, die dafür sorgen, dass du Geheimnisse haben darfst. Wem du Briefe schreibst und was da drin steht, geht niemanden etwas an. Das gilt übrigens auch für elektronische Briefe, also E-Mails. Weil sich das Gesetz also nicht nur auf Briefe aus Papier bezieht, heißt das Briefgeheimnis ganz allgemein auch "Fernmeldegeheimnis", weil alles geheim sein darf, was du jemandem in der Ferne meldest.
C

Cloud

"Cloud" heißt auf Deutsch übersetzt "Wolke". Eine Cloud kannst du dir vorstellen wie einen Computer, der weit weg von dir ist, eben wie eine Wolke hoch über dir schwebt. Dort kannst du deine Daten speichern. Aber Vorsicht:
  • Auch so ein Wolkencomputer gehört jemandem. Oft stecken Firmen dahinter, die deine Daten haben wollen!
  • Besonders vorsichtig musst du mit Daten deiner Freunde und Familie sein. Die darfst du nicht einfach in einer Cloud speichern!

Cookie


Cookies sind wie Kekskrümel, die man im Internet hinterlässt. Etwa so, wie du dabei erwischt wirst, wenn du von den Keksen genascht hast und nicht daran gedacht hast, dir die Krümel vom Mund zu wischen.
Mehr dazu findest du außerdem im Heft zum Thema.
D

Daten­schutz

Was Daten sind, wie man sie schützt und warum man sie eigentlich schützen sollte, erklären wir dir in diesem Video.

Daten­handel

Stell dir vor, du hast gerade ein Katzenbaby aufgenommen und weißt nicht, welches Futter besonders gut ist. Da ploppt eine Werbung auf: „Das beste Katzenfutter für Katzenbabys“. Kann gut sein, dass du das kaufen willst, oder? Es gibt Firmen, die versuchen, dich möglichst genau zu kennen. Dann können sie dir perfekt passende Werbung anzeigen, die sie dann teuer verkaufen können, weil sie so gut funktioniert. Weil diese Werbung zu deinen Daten passt, nennt man das Datenhandel. Datenhandel ist so erfolgreich, dass die fünf reichsten Firmen der Welt ihr Geld damit verdienen.

DS-GVO

DS-GVO ist eine Abkürzung für "Datenschutz-Grundverordnung". Was Datenschutz ist, erklären wir dir auf einer anderen Karte. "Grundverordnung" bedeutet, dass ein großes Gesetz ganz grundsätzliche Regeln für diesen Bereich festlegt. Bei der Datenschutz-Grundverordnung handelt es sich um ein Gesetz, das für alle Staaten in der Europäischen Union gleichermaßen gilt.
E

E-Akte

Das steht für "elektronische Akte". Eine Akte ist eine Sammlung von verschiedenen Unterlagen, zum Beispiel E-Mails oder Dokumente und andere Daten. Damit man das nicht immer ausdrucken und einsortieren muss und dann im Aktenschrank nie wieder findet, gibt es elektronische Akten: Dort wird alles eingescannt, gespeichert und gesammelt und kann am Computer bearbeitet werden. Weil sich in so einer Akte auch sensitive Daten befinden können, muss man hier besonders gut aufpassen, dass die Akte vor Angreifer*innen geschützt wird!

Ein­willigung

Deine Daten dürfen nur gesammelt und weitergegeben werden, wenn ein Gesetz oder du und deine Eltern es erlauben. Eure Erlaubnis nennt man Einwilligung. Das heißt: Sie zählt nur, wenn ihr nicht dazu gezwungen werdet, zum Beispiel, weil du sonst nicht an einer Klassenfahrt teilnehmen darfst. Außerdem muss man euch erklären, warum und für wen deine Daten gesammelt werden und was mit ihnen gemacht wird. Sonst ist die Einwilligung ungültig.

Europäische Union

Die Europäische Union (EU) ist ein Zusammenschluss von 28 europäischen Ländern. Diese Länder beschließen gemeinsame Gesetze und Regeln und pflegen gemeinsame Beziehungen zu anderen Ländern. Das kannst du dir etwa vorstellen wie Deutschland: Hier gibt es auch 16 Bundesländer, die gemeinsame Gesetze und Regeln haben.
F

Fahr­lässig­keit

Wenn jemand sich fahrlässig verhält, dann heißt das: Er*sie hätte wissen können, dass etwas passiert, hat aber nicht genug aufgepasst. Es war aber auch keine Absicht. Stell dir zum Beispiel vor, du willst mit deinen Freund*innen Fußball spielen und willst nicht nochmal extra nach Hause, also lässt du deine gute Kleidung einfach an. Wenn du dann abends Ärger bekommst, weil deine Hose voller Flecken ist, dann hast du sie zwar nicht absichtlich schmutzig gemacht. Du hättest aber wissen müssen, dass das passieren kann. Das ist dann Fahrlässigkeit.

Firewall

Das ist englisch und heißt übersetzt "Feuerschutzwand". Wenn ein Feuer ausbricht, zum Beispiel in einem großen Wohnhaus, dann sorgt so eine Feuerschutzwand dafür, dass sich der Brand nicht bis über die Wand hinaus ausbreitet. In einem Computer netzwerk und auf deinem Computer gibt es auch solche Feuerschutzwände. Die sorgen dafür, dass schädliche Software wie Viren, Würmer oder Trojaner sich nicht von außerhalb bis ins Netzwerk ausbreiten können. So eine Firewall solltest du immer benutzen, damit keine ungebetenen Gäste deine Daten klauen!

Funk­zellen­abfrage

Eine Funkzelle ist ein bestimmter Bereich rund um einen Mobilfunkmast. Manchmal muss die Polizei herausfinden, wer in diesem Bereich zu einer bestimmten Uhrzeit telefoniert hat. Dann kann sie den Betreiber des Funkmasts dazu zwingen, ihr alle Telefonate aufzulisten, die in diesem Zeitraum gemacht wurden. Dafür gibt es aber ganz strenge Regeln und Gesetze, denn hier werden viele Daten herausgegeben, die geschützt werden müssen!
G

Geodaten

Hast du schon einmal dein Handy als Navi­gations­system benutzt? Wenn ja, weiß wahrscheinlich der Anbieter der App, die du benutzt hast, wann du wo warst. Weil das etwas mit Landkarten und damit mit Geographie zu tun hat, nennt man diese Daten über dich "Geodaten". Wenn man diese Daten zusammennimmt, kann man auch sogenannte "Bewegungsprofile" erstellen: Dann weiß man, wo du wann warst und wie schnell du dich bewegt hast.

Gesundheits­daten

Gesundheitsdaten gehören zu den sensitiven Daten. Sie sind deshalb durch besondere Gesetze geschützt. Zu den Gesundheitsdaten zählen alle Informationen über deine Krankheiten, also auch zum Beispiel, welche Medikamente du nimmst: Das verrät nämlich, welche Krankheiten du haben könntest.
H

Hacker

Hacker sind Computerprofis, die versuchen, etwas mit Computern zu machen, die ihnen nicht gehören. Das können auch Fieslinge sein, die etwas mit deinen Daten anstellen wollen. Dafür benutzen sie oft schädliche Programme wie Viren, Würmer oder Trojaner.
K

Künst­liche Intelli­genz (KI)

Ein normales Programm funktioniert so: Ein*e Pro­gram­mierer*in sagt: „Wenn ich auf diesen Knopf drücke, tue etwas!“ Bei der Künst­lichen Intelligenz (KI) aber erklärt der*die Pro­gram­mierer*in einem Pro­gramm, wie man lernt. Dann bekommt das Pro­gramm Un­men­gen an Daten und erschließt sich so eine Menge Wissen und trifft selbst Ent­schei­dun­gen. Das kann das Programm auch viel schnel­ler als ein Mensch, des­wegen ist KI sehr praktisch. KI ist aber auch riskant: Denn die Men­schen können nicht kon­trol­lieren, wie die KI ent­schei­det und ob die Daten, mit denen sie trai­niert hat, überhaupt gerecht sind.
L

Like

Das heißt übersetzt "mögen". "Ein Like setzen" heißt, du klickst irgendwo an, dass dir etwas gefällt. Das ist schön, weil man damit Menschen ein Kompliment machen kann, die zum Beispiel ein schönes Video gedreht haben. Aber was dir gefällt und nicht gefällt, verrät viel über dich. Es geht also auch hier wieder um deine persönlichen Daten. Deswegen solltest du dir immer gut überlegen, ob alle wissen müssen, dass dir ein Bild, Video oder Beitrag gefällt. Deine Likes sind übrigens ein wichtiges Mittel, um ein Nutzerprofil zu erstellen.
M

Messenger

Messenger sind Programme, mit denen man sich Nachrichten über das Internet schicken kann. Aber sie bergen auch einige Risiken, wie wir dir in diesem Video zeigen.

Metadaten

Metadaten sind Daten, die etwas über andere Daten sagen. Das ist ganz schön verwirrend! Aber das kann man sich so vorstellen: Wenn du einen Brief an deine beste Freundin schickst, dann ist der Brief in einem Umschlag, sodass ihn niemand lesen kann. Wer den Brief in die Hände bekommt, sieht aber deine Adresse und die Adresse deiner Freundin. Das sind Informationen, die nicht im Brief stehen, sondern die etwas über den Brief sagen: Nämlich wer ihn an wen geschickt hat. Diese und noch mehr Metadaten findet man auch zum Beispiel bei Messengern, E-Mail und vielem mehr im Internet.
N

Nutzerprofil

Was persönliche Daten sind, hast du schon gelernt. Wenn man alle diese Daten zusammennimmt, zum Beispiel dein Alter, deinen Wohnort, was du zuletzt gekauft hast, was dir gefällt, wo du zuletzt warst und so weiter, dann kann man sich ungefähr vorstellen, was dir noch gefallen könnte und zum Beispiel, welche Werbeanzeige bei dir besonders gut funktionieren wird. Die gesammelten Informationen über dich, die zu diesem Zweck miteinander kombiniert werden, ergeben dann gemeinsam dein "Nutzerprofil": Du bist Nutzer*in einer App oder Webseite und dein Profil gehört zu dir.
P

Passwort

Ein Passwort schützt die Daten auf deinem Benutzerkonto ( Account). Aber wie sieht ein gutes Passwort aus?
  • es besteht aus mindestens 12 Zeichen
  • es besteht aus Kleinbuchstaben, Großbuchstaben, Zahlen und Sonderzeichen (z.B. $, %, § ...)
  • es ergibt keinen Sinn, sodass man es nicht erraten kann

Noch unsicher? Probiere doch unseren Passwortgenerator aus!

Pixel

Ein Pixel ist ein Bildpunkt auf einem Bildschirm. Davon hat ein Bildschirm ganz viele, die zusammen ein Bild ergeben. Ein Monitor in HD-Auflösung hat zum Beispiel über zwei Millionen Bildpunkte! Ein einzelnes Pixel kann man da nicht mehr erkennen und das machen sich Datenkraken zunutze: Sie benutzen ein Bild, das nur 1 Pixel groß ist auf einer Webseite oder in einer E-Mail. Das wird dann bei dir heruntergeladen, ohne dass du es merkst. Dieser Download verrät dann Daten über dich, mit denen man ein Nutzerprofil erstellen kann. Es gibt aber Programme, die das verhindern.
R

Recht am eigenen Bild

Du darfst selbst entscheiden, ob du fotografiert werden möchtest oder nicht. Außerdem darfst du entscheiden, ob jemand diese Bilder danach noch verwenden darf. Wenn du nicht deutlich sagst, dass es okay ist, wenn deine Freundin ein Bild von dir weiterschickt, dann darf sie das auch nicht.
Mehr dazu findest du in unserem Heft zum Thema.

Recht auf Berich­tigung

Wenn jemand falsche personenbezogene Daten über dich verarbeitet, hast du ein Recht auf Berichtigung. Das bedeutet, du kannst verlangen, dass der*die Verantwortliche die falschen Daten durch deine richtigen Daten ersetzt. Dass muss er*sie dann auch tun!

Recht auf infor­ma­tio­nel­le Selbst­bestim­mung

Du darfst selbst entscheiden, was mit deinen Daten passiert. Das heißt: Du entscheidest zusammen mit deinen Eltern, wer etwas über dich wissen darf, was er*ie damit anstellen darf, und du kannst dir das jederzeit anders überlegen. Dafür gibt es ganz klare Gesetze und Regeln. Wenn sich jemand nicht an die Gesetze hält, kannst du dich gerne mit deinen Eltern bei uns melden.

Recht auf Löschung

Unter bestimmten Umständen kannst du von einem*r Verantwortlichen verlangen, dass deine personenbezogenen Daten gelöscht werden. Zum Beispiel, wenn die Daten für einen Zweck gesammelt wurden, für den sie jetzt nicht mehr gebraucht werden (Sieh auch Recht auf Vergessen­werden).

Recht auf Vergessen­werden

Unter bestimmten Umständen kannst du von einem*r Verantwortlichen verlangen, dass deine personenbezogenen Daten gelöscht werden. Zum Beispiel, wenn die Daten für einen Zweck gesammelt wurden, für den sie jetzt nicht mehr gebraucht werden. Du darfst sogar verlangen, dass alle Spuren zu deinen Daten gelöscht werden. Du darfst also verlangen, dass du "vergessen" wirst. Dann müssen alle Spuren zu deinen Daten entfernt werden.
S

Sanktionen & Bußgelder

Wenn sich jemand bei uns beschwert, weil eine Firma oder ein Verein nicht auf den Datenschutz achtet, haben wir verschiedene Möglichkeiten zu helfen. Es kann sein, dass wir als Datenschützer*innen einfach ein ernstes Wörtchen mit jemandem reden, damit er*sie sich an die Regeln hält. Wir können aber auch veranlassen, dass er*sie Strafe zahlen muss. Alle Strafen nennen wir in Behördensprache "Sanktionen". Wenn jemand eine Strafe bezahlen muss, nennt man das "Bußgeld".

Sensitive Daten

Dass alle deine persönlichen Daten geschützt sind, weißt du schon. Es gibt aber Daten, die nach dem Gesetz, zum Beispiel der DS-GVO, besonders geschützt sind. Diese Daten nennt man "sensitive Daten", das heißt so viel wie "empfindliche Daten". Zu diesen besonderen Daten zählen zum Beispiel Gesundheitsdaten oder auch Daten, die verraten, ob und an welchen Gott du glaubst, und noch viele mehr. Weil diese Daten zu ganz bestimmten Gruppen, also Kategorien gehören, sagt man dazu auch "Besondere Kategorien personenbezogener Daten".

Service-Konto Berlin

Du weißt vielleicht, dass man für manche Angebote, die die Stadt Berlin macht, extra ins Bürgeramt muss. Das kann ganz schön stressig werden, weil man einige Zeit dafür braucht und oft lange warten muss. Deswegen kann man manche Angebote direkt im Internet beantragten. Damit die Behörden wissen, dass die Person, die einen Antrag stellt, auch wirklich ist, wer sie zu sein behauptet, gibt es das Service-Konto. Dort muss man sich anmelden und viele Daten angeben. Das Service-Konto wird gut gesichert, aber Vorsicht ist bei solchen Accounts immer geboten. Deswegen ist die Nutzung des Kontos auch freiwillig.

Smart Meter

Das ist Englisch und heißt übersetzt etwa „kluge Messgeräte“. Damit sind Geräte gemeint, die zum Beispiel messen, wie viel Strom oder Wasser man verbraucht und die diese Daten automatisch zum Beispiel an den Stromanbieter schicken. Diese Geräte messen oft auch, wann wie viel verbraucht wird. Wenn man aber weiß, wann ihr zu Hause Strom angemacht habt, weiß man zum Beispiel auch, wann ihr zu Hause wart. Weil die Daten aus den Smart Metern dadurch zu personenbezogenen Daten werden, müssen auch diese Daten geschützt und die Geräte kontrolliert werden.

Sozialdaten

Wenn deine Familie selbst nicht genug Geld zum Leben hat, dann kann sie das Sozialamt um Hilfe bitten. Das Sozialamt ist eine Stelle, die Menschen in Not hilft und Ihnen dafür unter anderem Geld gibt. Um festzustellen, ob deine Familie auch wirklich nicht ausreichend eigenes Geld hat, muss das Sozialamt zum Beispiel wissen, wie viel deine Eltern verdienen. Diese Informationen, die deine Familie dem Sozialamt gibt, nennt man Sozialdaten.

Sozial­geheimnis

Was Sozialdaten sind, weißt du bereits. Weil deine Eltern aber nicht wollen, dass jeder weiß, wie viel sie verdienen, müssen alle, die mit Sozialdaten zu tun haben, sie geheim halten. Das nennt man das Sozialgeheimnis. Nur in ganz bestimmten festgelegten Fällen oder mit einer Einwilligung dürfen diese persönlichen Informationen weitergegeben werden.

Spam

Spam nennt man unerwünschte Werbung in E-Mails, die an möglichst viele Menschen möglichst oft geschickt wird. Während Datenkraken und Datenhändler*innen versuchen, möglichst genaue Werbung für dich zu verschicken, ist die Idee von Spam einfacher: Wenn man Werbung an sehr viele Menschen und sehr oft schickt, wird irgendwann jemand darauf reagieren. Die E-Mail-Adresse ist also das einzige Datum, das man braucht. Natürlich kann auch auf dich zugeschnittene Werbung Spam sein, die Grundidee ist aber vor allem, möglichst große Massen an Mails zu senden.

Stille SMS

Wie der Name schon sagt, ist das eine SMS, die nicht klingelt. Sie wird aber auch nicht angezeigt und enthält keinen Text, den du lesen kannst. Wozu braucht man so etwas dann?
Immer, wenn du eine SMS bekommst, erfährt dein Telefonanbieter zum Beispiel, wo dein Handy ist. Diese Information speichert er. Das zu wissen hilft der Polizei, gegen Menschen zu ermitteln. Damit die das aber nicht mitbekommen, verschickt sie manchmal solche stillen SMS.
T

Targeting

Das englische Wort "Target" heißt so viel wie Ziel oder Zielscheibe. Die Zielscheibe bist beim Targeting du! Dabei versucht jemand möglichst viel von dir herauszubekommen, um dann ein Angebot oder eine Werbung so zu gestalten, dass sie perfekt zu dir passt. Denn je mehr jemand etwas über dich weiß, desto genauer kann er oder sie Werbung auf dich zuschneiden und umso höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass diese Werbung bei dir ins sprichwörtliche Schwarze trifft.

Tracking

Das kann man mit "Verfolgen" übersetzen. Das heißt, dass jemand dich und deine Datenspuren verfolgt, auch wenn du eine App oder eine Webseite verlassen hast. Wenn du also zum Beispiel ein Spiel im Internet gespielt und verloren hast, kann es sein, dass du auf eine Seite verfolgt wirst, auf der du dir gegen den Frust süße Katzenbabys anschaust. Weil das über mehrere Seiten geht, nennt man das auch "Multi-Site-Tracking".

Trojaner

Trojaner sehen aus wie normale Programme. In Wirklichkeit verstecken sich darin aber Bösewichte, die dich ausspionieren wollen!
Wie das funktioniert und wie du dich schützen kannst, erfährst du in unserem Heft zum Thema.
U

Username

Das heißt auf Deutsch "Benutzername". So einen Benutzernamen braucht man für die Anmeldung auf dem eigenen Account. Damit du nicht zu viel über dich verrätst, sollte das ein Fantasiename sein, der nichts mit deinem echten Namen zu tun hat. Weil ein Username zum Beispiel in Foren und Chats benutzt wird wie ein Spitzname, verwendet man statt "Username" auch oft den englischen Begriff für "Spitzname": Nickname.
V

Verbot mit Erlaubnis­vorbehalt

Was ein Verbot ist, weißt du. Was Erlaubnis heißt, weißt du auch. Wenn sich jemand etwas "vorbehält", dann heißt das: "Nichts ändert sich, bis ich es anders entscheide". Beim Datenschutz ist das so: Alles, was mit Datensammeln zu tun hat, ist verboten und die Gesetze behalten sich vor, etwas zu erlauben. Oder einfacher: Niemand darf deine persönlichen Daten haben, außer du selbst oder ein Gesetz erlaubt etwas anderes.

Ver­schlüs­selung

Auch wenn man sehr gut auf USB-Sticks und Passwörter aufpasst, finden Hacker immer wieder Möglichkeiten, sich in deine E-Mails und deine Accounts zu schleichen. Deswegen kann man zusätzlich vieles verschlüsseln. Das ist etwa, als hättest du eine Nachricht in Geheimschrift geschrieben, die nur entziffern kann, wer eine Anleitung dazu hat. Verschlüsseln kann man alles Mögliche: Dateien, E-Mails, Webseiten ...

Virus

Viren sind Programme, die du aus Versehen auf dem Computer installierst und die dann Schaden anrichten können. Meistens stecken Bösewichte dahinter.
Wie das funktioniert und wie du dich schützen kannst, erfährst du in unserem Heft zum Thema.

Vorsatz

Wenn jemand nicht nur aus Versehen ein Gesetz bricht, sondern in dem Moment, in dem er*sie die Tat begeht, genau weiß und tun will, was er*sie tut, dann nennt man das Vorsatz. Wenn man eine Tat mit Vorsatz begeht, ist die Strafe oft größer, als wenn man es aus Versehen (man sagt auch fahrlässig) macht.
Z

Zuverlässig­keits­über­prüfung

Großveranstaltungen wie die Fußball-WM können ganz schön gefährlich sein. Dann braucht der*die Veranstalter*in Hilfe von Sicherheitsfirmen und anderen Dienstleister*innen. Weil diese zusätzlichen Mitarbeiter*innen Zugang zu den besonders gefährdeten Bereichen von solchen Veranstaltungen haben, muss man überprüfen, dass sie zuverlässig sind, daher "Zuverlässigkeits-überprüfung". Die Polizei darf hierfür Daten an den*die Veranstalter*in herausgeben, die sonst nur die Polizei etwas angehen. Die Betroffenen müssen aber einwilligen.
zurück zur Startseite: